Mittwoch, 10. November 2010

Anleihen: Anleger fürchten Verluste in einer Umschuldung

Warum es die EU in 3 Jahren nicht mehr gibt. Schuld daran ist die deutsche EU Politik. Europa wurde schon einmal von einem Deutschen terrorisiert, jetzt ist es eine Deutsche. Es reicht. Offensichtlich liegt das in den deutschen Genen.

http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EB15B5AE0ECD94F118BF8B2FD40248AEE~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

Freitag, 22. Oktober 2010

Investieren statt Spekulieren


Die meisten Anleger leiden unter derselben Krankheit: Hyperaktivität. Pausenlos versuchen sie abzuschätzen, welche Wendung die Börse in den nächsten Wochen nimmt, welche Unternehmen mit ihren Quartalszahlen überraschen und welche enttäuschen. Sie versuchen, den Markt zu "timen", den nächsten Schritt der Notenbanken zu erahnen, und hecheln ständig dem Tageslärm hinterher. Diese Hyperaktivität lässt sich messen: gemäss Daten der New York Stock Exchange halten amerikanische Anleger ihre Aktien derzeit im Durchschnitt 8 Monate. 1980 lag die durchschnittliche Haltedauer noch auf über vier, in den 60er auf über sieben Jahren. In Europa sind die Zahlen nicht in einem vergleichbar detaillierten Grad verfügbar, aber sie dürften ähnlich aussehen.

Das bringt nichts.

Es ist in langfristig angelegten Studien erwiesen, dass der weitaus grösste Teil der Gesamtrendite an den Aktienmärkten aus der Dividende stammt. Wer investiert und nicht spekulieren will, sollte sich diese Erkenntnis wieder zu Gemüte führen.

Der Gesamterfolg aus Aktienanlagen besteht aus 3 Komponenten:

1. Dividendenausschüttung
2. Wachstum der Ausschüttung (als grobe Funktion des Gewinnwachstums)
3. mögliche Bewertungsexpansion

Den meisten Anlegern dürfte jedoch nicht bewusst sein, wie wichtig die Dividendenkomponente ist.
Im US Aktienmarkt stammte über den Zeitraum 1871 und 2009 mehr als 90% des gesamten Anlageerfolges (Total Return) aus der Dividendenrendite und dem Dividendenwachstum.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

China-USA: Vom Währungskrieg zum Solarkrieg?

Im Währungsstreit zwischen den beiden Wirtschafts-Supermächten USA und China haben sich die Gemüter etwas beruhigt. Die Vorlage eines offiziellen US-Währungsberichts wurde zuletzt verschoben. Damit kam die US-Regierung auch nicht in die Verlegenheit, das Reich der Mitte beschuldigen zu müssen, seine Währung zu manipulieren. Daneben lässt China den Yuan inzwischen etwas zügiger als bisher aufwerten.

Mittlerweile droht den Handelsbeziehungen der beiden Länder aber neues Ungemach - und zwar diesmal von Seiten der neuen Umwelttechnologien. Das US-Handelsministerium stimmte kürzlich einer formellen Untersuchung zu, die klären soll, ob China seinen Alternative-Energien-Sektor ungerechtfertigt stark subventioniert habe. Hinter der Untersuchung steht die amerikanische Stahlarbeiter-Gewerkschaft, der die massenhaften Importe billiger chinesischer Solarmodule, Windkraftanlagen und aufladbarer Batterien schon lange ein Dorn im Auge sind. Amerikas Gewerkschaften und auch viele Kongressabgeordnete fordern parteiübergreifend, dass die US-Regierung China wegen seiner vermeintlich unfairen Handelspraktiken vor die WTO zerren soll.

In der Tat waren vor allem die chinesischen Solarunternehmen in den vergangenen Jahren erstaunlich erfolgreich. Dank immenser Produktionskapazitäten und niedriger Lohn-Stück-Kosten rollten sie zuletzt immer mehr den Weltmarkt auf. Ohne großzügige Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen von Seiten der Regierung wäre dieser technologische und wirtschaftliche Kraftakt wohl nicht möglich gewesen. Erst kürzlich haben staatseigene chinesische Banken mehreren Solarkonzernen wieder günstige Darlehen in Milliardenumfang ausgereicht, um deren weitere Expansion zu ermöglichen.

Auch in den USA steigern die chinesischen Solarriesen ihren Marktanteil kontinuierlich, was den amerikanischen Konkurrenten natürlich bitter aufstößt. Darüber sollte allerdings nicht vergessen werden, dass der Markt für Solarprodukte in fast allen Ländern der Welt stark staatlich reglementiert ist. Ohne umfangreiche Einspeisevergütungen, Förderdarlehen von staatlichen Banken und Standortzuschüsse würden die meisten großen und kleinen Installationen gar nicht existieren. Hinzu kommen häufig noch technologische Kooperationen von Solarkonzernen mit regierungsnahen Forschungsinstituten und Universitäten, deren wirtschaftlicher Beitrag schwer zu quantifizieren ist.

China hat bisher vergleichsweise wenig auf Solaranlagen im eigenen Land gesetzt. Stattdessen investierte Peking massiv in den Aufbau einer schlagkräftigen Solar-Industrie, die zunehmend die ausländische Konkurrenz bedrängt. Chinas Solarriesen wurden allerdings von den Kapitalgebern im Westen mit aufgebaut. Fast alle großen chinesischen Solarunternehmen sind in den USA (und nicht in Hongkong oder Shanghai) an die Börse gegangen. Dementsprechend kommen auch die Gewinne und Kursaufschläge ausschließlich den amerikanischen und europäischen Anlegern zugute, während die Chinesen selbst hier außen vor stehen.

Staatliche Subventionen und Eingriffe in das Marktgeschehen sind vielen Ökonomen ein Gräuel. In China sind solche Maßnahmen aber noch relativ gängig. Schließlich unterscheidet sich Chinas Wirtschaftssystem nach wie vor stark von dem unsrigen - und dies ist ein Faktum, mit dem der Westen leben lernen muss. Das Reich der Mitte wird nicht seine genuine Wirtschaftsordnung umkippen, nur um Handelsstreitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Wenn hier in Zukunft nicht beide Seiten aufeinander zugehen werden, sind weitere Konflikte vorprogrammiert.

Darüber hinaus sollten wir in Punkto Staatseingriffe nicht allzu schnell mit dem Finger auf andere deuten. Die Subventionen, Handelsbeschränkungen und Förderprogramme in den westlichen Wirtschaftsblöcken sind Legion, und haben schon viele Streitigkeiten verursacht - auch zwischen den hiesigen Handelspartnern selbst. Daneben haben die Regierungen in den USA und Europa in der Finanzkrise Billionen Euro eingesetzt, um die todgeweihten Banken und Autokonzerne am Leben zu halten. Auch dies sind massive staatliche Eingriffe, die zu Wettbewerbsverzerrungen führen und als unfaire Vorteilsnahme gewertet werden könnten.

China hat all diesen Staats-Interventionen im Westen ohne Murren zugesehen. Das Reich der Mitte zog es stattdessen vor, sein Geld in Zukunftsbranchen zu pumpen. Möglicherweise ist es nun an uns, zu akzeptieren, dass auch ein asiatisches Land mit einem andersartigen Wirtschaftssystem das Recht hat, eine eigene Technologie-Politik zu betreiben.

Quelle: EMFIS

Samstag, 16. Oktober 2010

Verwirrung um Spenden

Quelle: http://www.20min.ch/digital/webpage/story/22893323

Monebybookers hat das Konto von WikiLeaks gesperrt. Dafür sollen die USA und Australien gesorgt haben. Das Unternehmen bestreitet dies.

WikiLeaks-Boss Julian Assange hat gegenüber guardian.co.uk schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung erhoben. Sie soll dafür gesorgt haben, dass der Web-Bezahldienst Moneybookers den Account der Seitenbetreiber gesperrt hat.

Denn die Amerikaner sollen die Website auf eine entsprechende Liste gesetzt haben, die australische Regierung soll dies ebenfalls getan haben. Dies soll passiert sein, nachdem WikiLeaks im Juli rund 80 000 geheime US-Militärdokumente zum Krieg in Afghanistan veröffentlicht hatte. Wie es in einer E-Mail von Moneybookers an Assange hiess, sei der Account zunächst unter anderem wegen des Verdachts auf Geldwäsche eingefroren worden. Als die Regierungen WikiLeaks auf ihre Listen setzten, habe man sich entschieden, die Geschäftsbeziehung zu beenden, hiess es in einer anderen Nachricht. Einen weiteren Kommentar gab Moneybookers bislang nicht ab. Die PR-Agentur des Unternehmens bestritt in einer Stellungnahme einen Zusammenhang mit einer Intervention der USA oder Australiens. Was mit den Spenden passierte, ist noch unbekannt. Kommentare der Regierungen gibt es bislang nicht.

Weltweit bekannt geworden war die Whistleblower-Plattform, als sie im April das Video eines US-Helikopterangriffs in Bagdad ins Netz gestellt hatte. US-Kampfpiloten lachen während des Angriffs «über die toten Bastarde» und «schiessen noch ein bisschen weiter». Zwölf Menschen sterben - darunter auch zwei Journalisten. (hst)
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